Osteopathie
Geschichtliches
Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Osteopathie vom amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) entwickelt. Er wandte diese ab 1874 an und gründete 1892 die erste Osteopathieschule in Missouri. Über England gelangte die Osteopathie nach Europa.
Seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird Osteopathie auch in der Schweiz in einer Vollzeitausbildung gelehrt. Osteopathie ist in der Schweiz auf dem besten Weg durch die Gesundheitsdirektoren auf interkantonaler Ebene als eigenständiger medizinischer Beruf anerkannt zu werden. In einzelnen Kantonen ist Osteopathie bereits anerkannt, so auch im Kanton Basel-Stadt.
Osteopathie ist angewandte Naturwissenschaft. Sie stützt sich auf neueste anatomische, embryologische, physiologische und physikalische Kenntnisse. Die Kombination aus klinischem Verständnis, soliden wissenschaftlichen Kenntnissen und dem Gebrauch unserer Sinne und Hände als diagnostische und behandelnde Werkzeuge macht sie so einzigartig.
Grundprinzipien und Methoden
Die Grundprinzipien der Osteopathie sind:
- Der Körper ist eine Einheit. Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Seele und Geist und steht in Beziehung zu seiner Umgebung
- Der Körper ist zur Selbstregulation, Selbstheilung und Gesundheitserhaltung fähig
- Struktur und Funktion beeinflussen sich wechselseitig
- Eine osteopathische Behandlung beruht auf der praktischen Anwendung dieser drei Prinzipien
Die Grundprinzipien werden mittels drei verschiedenen spezifischen Methoden in der Praxis angewendet:
- Die biomechanische osteopathische Methode
- Die biokinetische osteopathische Methode
- Die biodynamische osteopathische Methode
Anwendungsgebiete
Diese Grundprinzipien und Methoden sind auf alle Regionen und Geweben des Körpers anwendbar. Das heisst, unter anderem, auf der Ebene der Wirbelsäule und allen anderen Gelenken (parietal), auf der Ebene der Organe (viszeral), auf der Ebene des primären respiratorischen Mechanismus (kraniosakral).
Die Osteopathie zeichnet sich durch ihre Ganzheitlichkeit aus. Es werden nicht einzelne Krankheiten oder Symptome behandelt, sondern die ursächlichen funktionellen Störungen mit den Händen gefunden und behandelt. Die Behandlung geht von der anwesenden Gesundheit aus.
Die Ganzheitlichkeit entsteht nicht durch die meist mechanische Behandlung verschiedener Einzelteile, sondern durch deren Integration in den ganzen Körper.
Das Anwendungsgebiet der Osteopathie umfasst alle Lebensstadien und Lebenssituationen des Menschen, vom Säugling bis zum älteren Menschen.
Für Fragen zu den verschiedenen Krankheitsbildern, bei denen Osteopathie angewendet werden kann, wenden Sie sich bitte direkt per Mail oder Telefon an mich oder an die angegebenen Links.